Profilkorrekturen

Manchmal, nicht immer, aber immer als nächsten Schritt, kümmere ich mich um die Profilkorrekturen. Im RAW-Format stecken viele Informationen, im besten Fall auch solche über die verwendete Kamera und vor allem über das genutzte Objektiv. Einige diese Objektive haben unschöne Verzeichnungen (Tonnen- oder Kissenförmig) und viele generieren auch eine (nicht immer gewollte) Vignettierung, dunklen also die Ecken des Bildes ab.

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In vielen Fällen genügt der Haken bei den Profilkorrekturen, manchmal lohnt es sich auch im manuellen Bereich noch Anpassungen vorzunehmen. Nicht jede Vignettierung ist störend. Einige Fotofreunde gefällt auch die individuelle Verzerrung ihrer Objektive.

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In meinem Fall habe ich mich nicht auf die Auto-Verzerrung gestürzt sondern das Bild manuell entzerrt und auch ein wenig gedreht, denn der Horizont sollte schon recht gerade da liegen. Die Vignette hat bereits die Profilkorrektur ausreichend entfernt. Ob ich hier später noch eine Vignette hinzufüge? Mal sehen. Allerdings wird es im nächsten Schritt Zeit sich den Grundeinstellungen zu widmen.

Grundeinstellungen

Natürlich gibt es keinen Zwang für eine bestimmte Reihenfolge, allerdings arbeite ich gerne schnell und da ist ein Workflow, also eine bestimmte Abfolge der einzelnen Schritte immer hilfreich. Wie immer betrachte ich dabei das Bild und frage mich was ich wie verändern möchte.

In unserer Aufnahme ist mit Sicherheit der Himmel zu hell und die Brücke zu dunkel und kontrastarm. Also wäre es einfach den Belichtungsregler nach links zu ziehen und danach den Regler Tiefen in die Gegenrichtung (das mache ich recht häufig). Die beiden Regler Weiß und Scharz werden am besten mit gehaltener alt-Taste verschoben. In diesem Fall zeigt der Bildschirm nur weiße, bunte und scharze Flächen. Ich versuche meist die scharzen Flächen zu vermeiden, denn diese Einstellung bedeutet reines Weiß oder reines Scharz im Bild. Stellt man die Regler bis kurz vor diese Einstellung, wird der Kontrastumfang erhalten und die Aufnahme wirkt trotzdem nicht zu flau. Im Screenshot unten ist es zu Anschauungszwecken einmal völlig übertrieben.

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Gehe ich mit den Lichtern (helle Stellen im Bild) noch ein wenig herunter und mit der Klarheit ein wenig herauf, zeigt unser Vorher-Nachher-Vergleich jetzt bereits ein Bild mit mehr Details in den Wolken, mehr Details auf der Brücke und einem spannenderen Gesamteindruck.

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Fortsetzung folgt in Teil 3…

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