Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, das Bild ist fast fertig. Zeit für eine Kontrolle der bereits geleisteten Arbeiten.

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Ich habe den Kontrast im Himmel verstärkt, das Weiß aufgehellt, den Horizont begradigt, die Schatteneffekte auf dem Boden hervorgehoben und die Details herausgeholt. Auch die störenden Personen sind nun fort und es sind (in meinen Augen) nur noch ein paar Details zu korrigieren.

Freistellungswerkzeug

Das Bild ist in Photoshop geöffnet und mich stört noch der Auschnitt und der Balken im Vordergrund. Das Freistellungswerkzeug lässt mich bequem erkennen welchen Bereich ich am Ende übrig behalten möchte und welcher wegfällt (dunkle Teile im Bild). Beim Verhältnis orientiere ich mich an den möglichen Druckausgaben 40×30 also 4:3 und füge diese Werte in der Optionsleiste ein. Achtung! Nur diese Werte. Wenn ich jetzt noch cm oder Pixel dazu schreibe, verändert mir Photoshop am Ende noch die Auflösung und löscht Pixel oder erfindet neue dazu. Und das möchte ich nicht.

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An den Ecken anfassend, kann man diesen Ausschnitt leicht verschieben und anpassen. Ich verzichte auf das rechte Haus im Hintergrund um das Bild dort etwas ruhiger zu bekommen und entferne auch die dunkle Kante links vorne im Bild.

Auswahlwerkzeug / Polygon-Lasso-Werkzeug

Der Balken ist jetzt an der Reihe. Er ist fleckig und oben bläulich und verdient eine Korrektur. Hier gibt es viele Möglichkeiten, oft ist es allerdings gut mit einer Auswahl die betreffenen Bereiche zu wählen und damit gleichzeitig die nicht zu verändernden Teile des Bildes zu schützen. Denn nur innerhalb einer Auswahl finden Änderungen statt.

Ich benutze gerne das Polygon-Lasso-Werkzeug. Es ist schnell, sehr exakt und nervt manchmal nur ein klein wenig, wenn man aus Versehen doppelt klickt. Zur Benutzung muss ich nah an den Bildbereich heranzoomen (alt&Mausrad drehen oder ctrl&+, die Mac-User mögen mir meine Ignoranz an dieser Stelle verzeihen) und setze Klick für Klick mit dem Werkzeug um den Balken. Am Ende angekommen ergibt sich eine Auswahl.

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Farb- und Tonwertkorrektur

Innerhalb dieser Auswahl werden jetzt die Veränderungen sichtbar. Ein Weg Farben anzugleichen führt über die Kanalkorrektur der Tonwerte, ein anderer über den Ebenenmodus, wieder einer über die Einstellungsebenen. In meinem Bild ist der Balken oben nicht gleichhell, also verwende ich eine Tonwertkorrektur über die Einstellungsebenen und passe die Mittelwerte an. Mit einem Pinsel und schwarzer Farbe kann ich die Bereiche, die sich nicht verändern sollen, maskieren (Details zu dieser Technik findet ihr übrigens in meiner Photoshop-Einführungs-Broschüre).

Basierend auf der gleichen Auswahl (falls die mal verschwindet, bekomme ich diese ganz schnell mit Strg & Mausklick wieder) verwende ich die Einstellungsebene Selektive Farbkorrektur um jetzt noch den Blaustich ein wenig zu mildern. Dabei hilft die Einstellung Absolut und Grautöne, aber natürlich kann man auch mal bei den anderen Werten schauen. Aus Spaß lasse ich die Lampen auf dem Balken ein wenig aufleuchten und korrigiere noch den Fuß des Balkens mit einer weiteren Tonwertkorrektur und nehme dort noch etwas die Sättigung heraus.

Ich finde dieses Bild jetzt gut. Natürlich könnte man noch…

Ich hoffe Euch hat dieser kleine Rundgang gefallen. Gerne könnt Ihr das auf Facebook kommentieren, mir eine E-Mail schreiben, es teilen oder nachbauen.
Schönen Abend noch.

Jörg

 

PS: Das letzte Bild wurde nicht mir einem sRGB-Profil sondern mit einem Adobe-RGB-Profil gespeichert. Probiert doch mal welches Profil Euch zusagt. Tolle Infos über Farbprofile gibt es natürlich bei cleverprinting.de.

 

 

 

 

 

 

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