Indesign Typografie

Nun ist es endlich soweit und mein Schulungsmaterial ergänzt sich um ein weiteres Manual über die Nutzung des Layoutprogramms Indesign. Dabei ist einiges dem Rotstift zum Opfer gefallen, unter anderem das Kapitel Typografie, welches ich nun an verschiedenen anderen Stellen nutzen und präsentieren möchte. Zum Beispiel hier:

Indesign Grundlinienraster einstellen

Diese Unterlagen richten sich nicht an den Design- und Gestaltungsprofi, sondern sind hauptsächlich für Neu- und Wiedereinsteiger konzipiert. Die Idee der Schrittanleitungen findet sich auch in meinem Manual über Photoshop. Weitere Seiten stelle ich in den kommenden Wochen vor.

Indesign Spaltenbreite einstellen

Photoshop Buch medlay

Und was gibt es da Besseres, als mit fröhlichen Kaufanreizen überflutet zu werden? Wie auch in diesem Fall, denn bald ist es soweit und mein erstes kleines Büchlein zum Thema Photoshop kommt aus der Druckerei. Natürlich ist das noch kein „richtiges“ Buch sondern einfach der erste Versuch meine Schulungsunterlagen einfach mal in eine ansprechendere Form zu bringen.

Stolz bin ich trotzdem ein wenig und auch dankbar, insbesondere den Modellen, die sich gefreut haben im Buch aufzutauchen, aber natürlich auch Miriam, die überhaupt die Idee hatte die Unterlagen aufzufrischen und gleich mit den Coverentwürfen und dem Grundlayout den Ausschlag gegeben hat sich dafür mal so richtig ins Zeug zu legen. Vielen lieben Dank!

medlay Photoshop Handbuch

So wird es ungefähr aussehen, allerdings habe ich mich doch – der Praktikabilität wegen – für eine Ringbindung entschieden. Die kann man einfach umklappen und sich entweder auf das Bild oder die Inhalte auf den Seiten konzentrieren. Eine ISBN-Nummer hat das Büchlein übrigens (noch) nicht. Mal sehen wie groß die Nachfrage so ist und ob das für die zweite Auflage interessant sein kann.

Wer Interese daran hat einmal ein Exemplar in der Hand zu halten oder unter den Weihnachtsbaum zu legen kann mir einfach eine E-Mail schreiben.
Wir kommen dann schon irgendwie zusammen.

PS: Kosten sind beim Druck nicht zu vermeiden, allerdings sollten es am Ende nicht mehr als ungefähr 10,- € werden.

Lea | medlay

Einfach besser Portraits fotografieren im Fotostudio.

Rica Mai 2016 medlay Rica Mai 2016 medlay Rica medlay Portrait (Rica/2016)

Wir wollen uns mit der Studio-Fotografie beschäftigen und haben an diesem Tag ein wunderschönes Studio in der Nähe von Münster zur Verfügung (www.mietstudiomuenster.de/).

  • Am diesem Tag stehen Portraitaufnahmen im Fokus. Zu diesem Zweck wird uns ein Modell (Lea) zur Verfügung stehen. Unser Studio hat an diesem Tag einen grauen Hintergrund und eine Hohlkehle.

medlay-studio

Geplant sind 3 Sets pro Tag.

10:00 Begrüßung und Einführung in das Studio

10:30 Planung der Shootings und Aufbau, Anleitung zur Lichtführung

11:00 Probeset ohne Model (wir wechseln uns vor der Kamera ab)

11:30 Sichtung und Besprechung

11:45 Korrekturshooting Probeset, Anleitung zur Lichtführung

12:15 Sichtung und Besprechung

12:30 Pause

13:00 Erstes Set mit Model

13:30 Sichtung und Besprechung

13:45 Korrekturshooting

14:15 Sichtung und Besprechung

14:30 Zweites Set mit Model

15:00 Sichtung und Besprechung

15:15 Korrekturshooting

15:45 Sichtung und Besprechung

16:00 Drittes Set mit Model

16:45 Bearbeitung und RAW-Entwicklung am eigenen PC oder Laptop

18:00 Ausklang

Themen an diesen Tagen wird die Lichtführung im Studio sein sowie die Modelführung durch die Fotografinnen und Fotografen. Zwischen und nach den Sets können wir die Ergebnisse begutachten und optimieren. Dazu gibt es Tipps für die RAW-Entwicklung in Photoshop und Lightroom sowie Anleitungen für die Beauty-Retusche.

Da es sich bei diesem Workshop um eine Aktion für eine kleine Gruppe (bis 6 Teilnehmer) handeln wird, sind Absprachen über die genauen Inhalte sinnvoll und gewünscht. Wir sollten uns also vorher einmal unterhalten…

info@medlay.de | 0173-2702806

Zusatzinformation
Dieser Kurs ist nicht kamera- oder geschlechtsspezifisch, ersetzt aber nicht das grundlegende Studium der Kamerabedienungsanleitung. :-)

Vorraussetzungen
Digitale Kamera, Bridge-Kamera, System-Kamera oder Spiegelreflex mitbringen. Kenntnisse sind nicht erforderlich, können aber natürlich hilfreich sein. Blitzschuh- oder Blitzkabelanschluß sind erforderlich. Im Notfall fotografiert Ihr aber genau so gut mit meiner Kamera.

Leistung
Kaffee, Tee, Getränke (Wasser und Säfte) sowie Obst und Schnittchen (Mittagessen kann auch organisiert werden).

Kosten
Pro Teilnehmer 180,- € pro Workshoptag (zahlbar in bar vor Ort).

Nutzungsrechte
Die Aufnahmen können zu nicht-kommerziellen Zwecken und für das eigene Portfolio verwendet werden.

Anfrage
Einfach Kontakt aufnehmen: info@medlay.de oder 0173/2702806

 

In meinem letzten Timelapse-Video habe ich mal gezeigt, wie ich in Adobe Lightroom ein ganz normales Studiobild dramatisiere und in Schwarzweiß umsetze. Nun hat aber nicht jeder Lightroom, den meisten mögen auch die Entwicklunggsmöglichkeiten des Photoshop RAW-Konverters völlig ausreichen (tun sie im Prinzip auch). Trotzdem finde ich es interessant mal zu sehen, wie ich diese Aufgabe ausschließlich mit Photoshop umsetzen würde. Hier dazu die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Umwandlung in Schwarzweiß

medlay-Jan-Ove-Photoshop-1Da ich, wo es geht, die Nicht-Destruktive-Arbeitsweise bevorzuge, wähle ich in den Einstellungsebenen (halbvoller Kreis im Fenster Ebenen) die Ebene Schwarzweiß. Das macht aus unserem RGB-Bild noch lange kein Graustufenfoto, macht aber nichts, denn wir wollen es ja nachher noch ein wenig aufwärmen, brauchen also auch die Farben.

Im Eigenschaftenfenster stelle ich die Rottöne sehr dunkel, um die Hautstruktur zu betonen und bewege alle Regler, um zu sehen welche Farben überhaupt in diesem Bild vorhanden sind. Magenta zeigt mir zum Beispiel dunkle Lippenflecke die ich jetzt aufhellen kann und mir damit die Retusche erleichtern oder sogar sparen kann.

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2. Tonwertkorrektur

Im nächsten Schritt erstelle ich eine Tonwertkorrektur (wieder beim halbvollen Kreis). Das Histogramm, also die weiße Hügellandschaft, zeigt mir welche Töne im Bild schwach, stark oder gar nicht vorhanden sind. Insbesondere bei dem weißen und dem schwarzen Regler unter dem Histogramm lohnt es sich die Alt-Taste zu halten, während man den Regler verschiebt, dann sieht man weiße Stellen, die anzeigen, wann im Bild reinweiße oder reinschwarze Bereiche auftauchen. In diesem Bereichen hat das Foto dann keine Zeichnung mehr.

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Da wir aber gerne noch etwas Zeichnung in den hellen und dunklen Bereichen haben möchten, begnügen wir uns damit den weißen Regler bis zum Fuß des Histogramm-Berges zu schieben (links vorher – rechts nachher).

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3. Dramatisierung

Es gibt viele Wege um ein Bild im Kontrast zu verstärken oder zu dramatisieren. Ich wähle mal eine Hochpass-Filter-Ebene um das Foto kräftig scharf zu zeichnen. Der Hochpass-Filter kann grundsätzlich gewählt werden, wenn es um das Scharfzeichnen eines Bildes geht. Dazu mache ich eine Kopie meiner aktuellen Ebene (Strg+j) und wähle im Hauptmenü Filter>Sonstige Filter>Hochpass…

Diese ganze Ebene wirkt jetzt wie eine graue Fläche auf der Konturen und Details zu erkennen sind. Je stärker man den Radius im Dialogfenster verändert, desto heftiger wird dieser Effekt.

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Zu guter Letzt setze ich den Ebenenmodus auf weiches Licht, so verschmelzen die Ebenen miteinander und die betonten Kanten schärfen optisch das Bild. Ist der Effekt zu schwach ausgefallen, müssen wir diesen nicht wiederholen sondern duplizieren einfach mit Strg+j die Hochpass-Filter-Ebene so oft es uns gefällt.

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4. Gradation

Zeit eine Gradationskurve zu nutzen, um die Kontraste weiter zu verändern. Ich setze meist drei Punkte in die Kurve, um Lichter, Mitteltöne und Tiefen individuell besser ausrichten zu können. Die klassische S-Kurve gibt uns eine weitere Kontrasterhöung.

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5. Anpassungen

Ich habe bisher nur Techniken verwendet, die das Bild anders aussehen lassen, ohne die Pixel wirklich zu verändern. Auf Ebene 1 liegt immer noch die Kopie unseres Originals. 3 Einstellungsebenen färben und dramatisieren das Portrait, diese korrigiere ich nun noch einmal in einem zweiten Durchgang, denn manchmal wirken diese Ebenen in Kombination anders, als sie es alleine tun würden. In diesem Fall konnte ich die Lichter der Tonwertkorrektur verändern, nachdem ich den Rotregler der Schwarzweiß-Ebene etwas weniger stark abgedunkelt habe.

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6. Tönung

Eine weitere Einstellungsebene wird das Foto ein wenig einfärben und wärmer machen. Dazu würde sich die Verlaufsumsetzung anbieten, ich könnte auch die Deckkraft der Schwarzweiß-Ebene herunter setzen, oder, oder, oder…

Ich gehe den billigen Weg und wähle die Einstellung Farbton/Sättigung (wieder im halbvollen Kreis im Fenster Ebenen) und mache meinen Haken bei der Checkbox „Färben“. In den Eigenschaften dieses Effekts verändere ich fast nie die Helligkeit (oder nur ganz wenig), dafür aber Farbton und Sättigung. Ich möchte nur einen schwachen Hauch Farbe, also fahre ich die Einstellungen für die Sättigung stark zurück und wähle einen warmen Orange/Rot-Ton.

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Jetzt kann ich noch ein wenig die Regler anpassen, die Haut und die Flecken im Hintergrund retuschieren, Teile der Korrekturen maskieren, und so weiter und so fort. Ich mache aber mal an dieser Stelle Schluß und widme mich ein wenig meinem Garten.

Lieben Gruß
Jörg

PS: Die Bearbeitung in Lightroom war schneller :-)

 

medlay Fotoworkshop im Schnabulenz

Da entstehen schon mal die verrücktesten Bilder an so einem Workshop-Tag. Mal ist das Thema das „mitziehen“, welches schnell vor der Tür probiert und gezeigt werden muss (1/15 Sek.).

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Dann wiederum steht ein Marmorkuchen auf dem Tisch und sonnt sich im Licht der Blitzanlage (ehrlich gesagt sieht es ein wenig wie Porenbeton aus).

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Wie immer, wenn man es gebrauchen kann, spielt auch das Wetter wieder mit und erlaubt einen kleinen Ausflug in den Südpark. Dort wiederum stehen die verrücktesten Dinge einfach so herum.

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Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen tollen Foto-Tag in Münster.

Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, das Bild ist fast fertig. Zeit für eine Kontrolle der bereits geleisteten Arbeiten.

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Ich habe den Kontrast im Himmel verstärkt, das Weiß aufgehellt, den Horizont begradigt, die Schatteneffekte auf dem Boden hervorgehoben und die Details herausgeholt. Auch die störenden Personen sind nun fort und es sind (in meinen Augen) nur noch ein paar Details zu korrigieren.

Freistellungswerkzeug

Das Bild ist in Photoshop geöffnet und mich stört noch der Auschnitt und der Balken im Vordergrund. Das Freistellungswerkzeug lässt mich bequem erkennen welchen Bereich ich am Ende übrig behalten möchte und welcher wegfällt (dunkle Teile im Bild). Beim Verhältnis orientiere ich mich an den möglichen Druckausgaben 40×30 also 4:3 und füge diese Werte in der Optionsleiste ein. Achtung! Nur diese Werte. Wenn ich jetzt noch cm oder Pixel dazu schreibe, verändert mir Photoshop am Ende noch die Auflösung und löscht Pixel oder erfindet neue dazu. Und das möchte ich nicht.

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An den Ecken anfassend, kann man diesen Ausschnitt leicht verschieben und anpassen. Ich verzichte auf das rechte Haus im Hintergrund um das Bild dort etwas ruhiger zu bekommen und entferne auch die dunkle Kante links vorne im Bild.

Auswahlwerkzeug / Polygon-Lasso-Werkzeug

Der Balken ist jetzt an der Reihe. Er ist fleckig und oben bläulich und verdient eine Korrektur. Hier gibt es viele Möglichkeiten, oft ist es allerdings gut mit einer Auswahl die betreffenen Bereiche zu wählen und damit gleichzeitig die nicht zu verändernden Teile des Bildes zu schützen. Denn nur innerhalb einer Auswahl finden Änderungen statt.

Ich benutze gerne das Polygon-Lasso-Werkzeug. Es ist schnell, sehr exakt und nervt manchmal nur ein klein wenig, wenn man aus Versehen doppelt klickt. Zur Benutzung muss ich nah an den Bildbereich heranzoomen (alt&Mausrad drehen oder ctrl&+, die Mac-User mögen mir meine Ignoranz an dieser Stelle verzeihen) und setze Klick für Klick mit dem Werkzeug um den Balken. Am Ende angekommen ergibt sich eine Auswahl.

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Farb- und Tonwertkorrektur

Innerhalb dieser Auswahl werden jetzt die Veränderungen sichtbar. Ein Weg Farben anzugleichen führt über die Kanalkorrektur der Tonwerte, ein anderer über den Ebenenmodus, wieder einer über die Einstellungsebenen. In meinem Bild ist der Balken oben nicht gleichhell, also verwende ich eine Tonwertkorrektur über die Einstellungsebenen und passe die Mittelwerte an. Mit einem Pinsel und schwarzer Farbe kann ich die Bereiche, die sich nicht verändern sollen, maskieren (Details zu dieser Technik findet ihr übrigens in meiner Photoshop-Einführungs-Broschüre).

Basierend auf der gleichen Auswahl (falls die mal verschwindet, bekomme ich diese ganz schnell mit Strg & Mausklick wieder) verwende ich die Einstellungsebene Selektive Farbkorrektur um jetzt noch den Blaustich ein wenig zu mildern. Dabei hilft die Einstellung Absolut und Grautöne, aber natürlich kann man auch mal bei den anderen Werten schauen. Aus Spaß lasse ich die Lampen auf dem Balken ein wenig aufleuchten und korrigiere noch den Fuß des Balkens mit einer weiteren Tonwertkorrektur und nehme dort noch etwas die Sättigung heraus.

Ich finde dieses Bild jetzt gut. Natürlich könnte man noch…

Ich hoffe Euch hat dieser kleine Rundgang gefallen. Gerne könnt Ihr das auf Facebook kommentieren, mir eine E-Mail schreiben, es teilen oder nachbauen.
Schönen Abend noch.

Jörg

 

PS: Das letzte Bild wurde nicht mir einem sRGB-Profil sondern mit einem Adobe-RGB-Profil gespeichert. Probiert doch mal welches Profil Euch zusagt. Tolle Infos über Farbprofile gibt es natürlich bei cleverprinting.de.

 

 

 

 

 

 

Bildidee medlay

Retusche

Zeit das RAW-Bild in Photoshop zu öffnen und sich um die unbekannten Menschen auf dem Weg zu kümmern. Unsauberkeiten, Überflüssige Bildbereiche, Pickel und andere Dinge die ich los werden möchte entferne ich meist mit dem Ausbessern-Werkzeug. Natürlich kommt auch manchmal der Bereichsreparatur-Pinsel zum Einsatz und auch der Kopierstempel hat noch lange nicht ausgedient. Ein rechter Mausklick auf den entsprechenden Bereich des Werkzeug-Fensters blendet auch die unsichtbaren Werkzeuge ein.

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Bei allen Werkzeugen sind die Einstellungen für den jeweiligen Zweck wichtig. Diese finden wir im Fenster Optionen.

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Mit dem Ausbessern-Werkzeug umrundet man zu entfernende Bereiche, dabei wird eine Auswahl erstellt. Den Inhalt dieser Auswahl kann man dann verschieben. Ein anderer Bereich übernimmt dann die Aufgabe die ausgewählte Fläche zu ersetzen. Üblicherweise macht man das in kleinen Schritten und achtet dabei auf ähnliche Strukturen. Helligkeitsunterschiede kann das Werkzeug meist gut ausgleichen.

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Manchmal gehe ich auch hin und kopiere kleine Bereiche des Bildes um diese dann über das Original zu legen. Eine Maske sorgt dann mit sehr weichen Rändern dafür, dass man den Übergang nicht erkennen kann. Eine Anpassung erfolgt über Strg+t, rechte Maus und dann Verzerren, das gibt mir die Möglichkeit perspektivische Ungenauigkeiten zu korrigieren.

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Diese neuen Ebenen sind frei verschiebbar und liegen dann über den ungewollten Bereichen. Am Ende wird solche eine Korrektur nur mit einer Kombination aus Werkzeugen und Techniken gut funktionieren. Unser Zwischenergebnis sieht dann so aus:

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Fortsetzung folgt in Teil 5…

Verlaufsfilter

Zeit die partiellen Bearbeitungsmöglichkeiten von Lightroom auszukosten. Der Verlaufsfilter wird oft und gerne in der Landschaftsfotografie eingesetzt. Ein zu heller Himmel kann so partiell mit kaum erkennbarem Verlauf abgedunkelt oder dramatisiert werden.

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Der Radial-Filter leistet ebenfalls ganze Arbeit. Diesmal allerdings begrenzt auf kreisförmige Bereiche. Natürlich kann hier auch der Korrekturpinsel eingesetzt werden. Einfach wählen, die betreffenden bereiche vollpinseln und dann die Regler anpassen. Jeder Korrektur hinterlässt einen Bezugspunkt auf dem Bild und kann jederzeit wieder angefasst und eingestellt, dupliziert oder gelöscht werden (Taste Entf.).

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Sobald ich mit diesen Korrekturen zufrieden bin wechsle ich zu den Farbkorrekturen unter HSL / Farbe /SW. HSL steht übrigens für Hue (Farbton) Satuation (Sättigung) und Lightness (Luminanz). Ich verwende das Feld Farbton eher selten, habe bei unserem Beispielbild ein wenig Sättigung und Helligkeit der einzelnen Farben verändert.

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Bei diesem Zwischenstand habe ich dann noch die Sättigung in den Grundeinstellungen herunter und die Dynamik etwas herauf gesetzt. Zusätzlich habe ich das Bild wieder ein wenig aufgehellt und den Kontrast gemildert. So „knallen“ die Farben nicht ganz so heftig.

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Fortsetzung folgt in Teil 4…

 

Profilkorrekturen

Manchmal, nicht immer, aber immer als nächsten Schritt, kümmere ich mich um die Profilkorrekturen. Im RAW-Format stecken viele Informationen, im besten Fall auch solche über die verwendete Kamera und vor allem über das genutzte Objektiv. Einige diese Objektive haben unschöne Verzeichnungen (Tonnen- oder Kissenförmig) und viele generieren auch eine (nicht immer gewollte) Vignettierung, dunklen also die Ecken des Bildes ab.

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In vielen Fällen genügt der Haken bei den Profilkorrekturen, manchmal lohnt es sich auch im manuellen Bereich noch Anpassungen vorzunehmen. Nicht jede Vignettierung ist störend. Einige Fotofreunde gefällt auch die individuelle Verzerrung ihrer Objektive.

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In meinem Fall habe ich mich nicht auf die Auto-Verzerrung gestürzt sondern das Bild manuell entzerrt und auch ein wenig gedreht, denn der Horizont sollte schon recht gerade da liegen. Die Vignette hat bereits die Profilkorrektur ausreichend entfernt. Ob ich hier später noch eine Vignette hinzufüge? Mal sehen. Allerdings wird es im nächsten Schritt Zeit sich den Grundeinstellungen zu widmen.

Grundeinstellungen

Natürlich gibt es keinen Zwang für eine bestimmte Reihenfolge, allerdings arbeite ich gerne schnell und da ist ein Workflow, also eine bestimmte Abfolge der einzelnen Schritte immer hilfreich. Wie immer betrachte ich dabei das Bild und frage mich was ich wie verändern möchte.

In unserer Aufnahme ist mit Sicherheit der Himmel zu hell und die Brücke zu dunkel und kontrastarm. Also wäre es einfach den Belichtungsregler nach links zu ziehen und danach den Regler Tiefen in die Gegenrichtung (das mache ich recht häufig). Die beiden Regler Weiß und Scharz werden am besten mit gehaltener alt-Taste verschoben. In diesem Fall zeigt der Bildschirm nur weiße, bunte und scharze Flächen. Ich versuche meist die scharzen Flächen zu vermeiden, denn diese Einstellung bedeutet reines Weiß oder reines Scharz im Bild. Stellt man die Regler bis kurz vor diese Einstellung, wird der Kontrastumfang erhalten und die Aufnahme wirkt trotzdem nicht zu flau. Im Screenshot unten ist es zu Anschauungszwecken einmal völlig übertrieben.

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Gehe ich mit den Lichtern (helle Stellen im Bild) noch ein wenig herunter und mit der Klarheit ein wenig herauf, zeigt unser Vorher-Nachher-Vergleich jetzt bereits ein Bild mit mehr Details in den Wolken, mehr Details auf der Brücke und einem spannenderen Gesamteindruck.

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Fortsetzung folgt in Teil 3…

Warum gibt es Fotografinnen und Fotografen, denen es scheinbar bei jeder Aufnahme gelingt das perfekte Motiv, den richtigen Ausschnitt und in der Bearbeitung die passenden Dinge auf die richtige Art zu korrigieren, während man selbst oft wie der buchstäbliche Ochs vor dem Berge steht und sich die Inspiration partout nicht einstellen will?

Vermutlich ist das gar nicht so. Vielleicht ist das tolle Foto des Profis ja auch nur „zufällig“ entstanden oder es ergab‘ sich eine bestimmte Art der Entwicklung durch das gewählte Motiv. Da es unzählige Tutorials gibt, die Fotografie und Bildbearbeitung behandeln möchte ich an dieser Stelle die Entscheidungen und Wege an verschiedenen Bildern teilen und Schritt für Schritt durchgehen.

Wir beginnen mit einem RAW Foto einer Brücke im Gegenlicht:

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Der Balken ist verzerrt, der Himmel recht hell und die Kontraste auf der Brücke irgendwie lahm und unwichtig. Zumindest befindet sich der Brückenbalken nicht in der Mitte des Bildes und das Brückengeländer sorgt mit der Schräge für etwas Dynamik. Vielleicht wäre es noch toll gewesen keine Menschen auf der Straße zu haben, aber wir konnten wohl nicht warten und ein Stativ mit Graufilter hatten wir auch nicht dabei.

Was ist der nächste Schritt?

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In dieser Aufnahme erkennt man die ersten Problemzonen. Das helle Gegenlicht hat den Himmel erblassen lassen. Der Vordergrund ist zu dunkel und matschig. Die Details im Brückengeländer sind verloren gegangen und der Balken wirkt ziemlich verbogen, was wohl auf die automatische Verzerrung meines Weitwinkel-Objektives schließen lässt.

Im Detail lässt sich noch eine chromatische Aberration erkennen (Grün- und Magenta-Verschiebung an den Kanten). Diese gilt es natürlich auch weitestgehend zu eliminieren.

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Der erste Schritt der Bearbeitung ist natürlich die Entwicklung der RAW-Datei. Ob das in Lightroom passiert, in Photoshop oder in einem anderen Programm ist recht egal, ich nehme mal Lightroom.

Chromatische Aberration

Durch die unterschiedliche Brechung farbiger Lichtstrahlen durch Objektivlinsen landen nicht alle Farben auf der gleichen Stelle des Chips/Films. Eine sichtbare Verschiebung von Grün- und Magentatönen kann die Folge sein. Einige Objektive korrigieren diesen optischen Fehler, manche besser, manche schlechter und meins offenbar gar nicht. Ist nicht schlimm, denn Lightroom korrigiert oft automatisch diesen Fehler sobald im Bereich Objektivkorrekturen der Haken richtig gesetzt wird.

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Fortsetzung folgt in Teil 2…