Mond medlay

Warum eigentlich nicht? Weil er einfach immer zu hell ist? Weil die Bilder am späten Abend verwackelt sind? Weil Dein Blitz nicht hell genug ist?

Egal was Du tust, die Bilder mit Deinen Standardobjektiv sehen immer irgendwie so aus:

Mond überbelichtet - medlay

Warum ist das so?

Eigentlich ganz einfach. Die Kamera steht auf Automatik, der Belichtungsmesser misst das gesamte Licht und versucht eine mittlere Belichtung (meist des gesamten Bildes, manchmal eines mittleren Teils).

Der Mond ist aber am Abend viel heller als der umgebende Himmel. Zum Glück kannst Du die Kamera jetzt manuell einstellen. Du musst sie nur überlisten und die Zeit der Aufnahme verkürzen.

Das obige Bild wurde automatisch mit Blende 5,6 und 1/60 Sekunde belichtet. Verkürzt Du die Zeit nun auf 1/250 Sekunde und stellst die Blende wieder auf 5,6 bekommst Du eine unterbelichtete Aufnahme. Der Himmel wird dunkler, der Mond aber auch. Ungefähr so:

Mond korrekt belichtet - medlay

Wenn Du jetzt noch ein ordentliches Teleobjektiv hast, kannst Du den Mond immer „richtig“ und warscheinlich sogar aus der freien Hand fotografieren.

Dabei gilt folgende Rechnung welche immer die gleiche Menge Licht auf den Film/Sensor fallen lässt:

Blende 5,6 und 1/250 Sek. und 100 ISO =

Blende 4 und 1/500 Sek. und 100 ISO =

Blende 8 und 1/125 Sek. und 100 ISO

Gut wenn man da die Blendenreihe kennt und weiß, dass jeder Schritt immer eine Halbierung oder Verdoppelung der Lichtmenge bedeutet. Und zwar egal ob man an der Blende dreht, die Belichtungszeit verändert oder die Empfindlichkeit per ISO-Wert angleicht.

Nehmen wir mal an, das Objektiv hat nur Blende 8 als größte Öffnung und ihr habt ein 500mm Teleobjektiv. Dann ist noch nicht aller Tage Abend, denn auch diese Kombination ergibt wieder die gleiche Lichtmenge:

Blende 8 und 1/1000 Sek. und 800 ISO

Damit sollte auch die Teleaufnahme aus der Hand nicht mehr verwackeln.