Rica Mai 2016 medlay

Nicht jeder hat die Möglichkeit wirklich tolle Fotos in den eigenen vier Wänden herstellen zu können. Vielleicht sind die Fenster zu klein, die Räume zu dunkel und aufgeräumt haben wir auch schon seit ewigen Zeiten nicht mehr. Was liegt da näher als sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuschauen und dort sicherlich auch fündig zu werden.

Das letzte TfP-Portrait-Coaching fand in einer wundervollen Wohnung, hoch über den Dächern von Münster statt. Schöne Räume, große Fenster und sehr freundliche Wohnungseigentümer machten die Aufnahmen zu einem wahren Genuß.

An so einem Tag fange ich üblicherweise mit Fensterportraits an. Also Portraits am offenen Fenster, die bringen ein wunderschönes weiches, dennoch gerichtetes Licht für natürliche Portraitaufnahmen. Ein weiterer Vorteil: Wir können ganz entspannt beginnen, zur Lockerung ein wenig Quatsch machen und unseren Bildern steht keine übertriebene Technik, Blitzanlage, Stative und Kram im Weg. Ich finde es in diesem Moment sehr angenehm ein ungeschminktes Model zu portraitieren, oft sind das nachher die Bilder die mir am besten gefallen.

Rica Mai 2016 medlay Rica Mai 2016 medlay Rica Mai 2016 medlay

Immer noch ungeschminkt, aber dafür ein wenig bearbeitet und entsättigt mag dann vielleicht so ein Bild entstehen:

Rica medlay Portrait

Immer hilfreich wenn es schöne Möbel in der Wohnung gibt. Manchmal um ein Set zu gestalten, manchmal aber auch nur, um einen gemütlichen Ort für weitere Bilder nutzen zu können. In unserem Fall ist das ein hübsches Sofa. Das kann man auch mal schnell vor das Fenster ziehen um das nötige Licht zu erhalten. Mit offener Blende entsteht dann (diesmal ein wenig geschminkt) vielleicht so eine Aufnahme:

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Bei der Entwicklung probiere ich verschiedene Looks und Farbwirkungen aus um mich dann irgendwann für eine Version zu entscheiden. Das ist meist abhängig von meinem Gefühl und dem Bild. Hier noch eine etwas andere Bearbeitung mit einem kühlen Blaustich von einer weiteren Aufnahme, die mir sehr gut gefällt:

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Ein Set sollte nicht zu lange genutzt werden. FotografIn und Model brauchen auch mal eine Pause, 15 bis 20 Minuten sollten daher für ein Thema ausreichen. Schön wenn jemand Kaffee gekocht hat und alle Beteiligten entspannt und gut gelaunt sind. Apropos Kaffee. Das nächste Set zeigt wie wandlungsfähig Rica an diesem Tag war. Von der natürlichen Schönheit der unbeschwerten Jugend bis zur gestylten Poserin, unser Model war perfekt für ein Coaching – ausdauernd, entspannt und gelassen, auch wenn die Kamerabediener mal zwischendurch im selbstverliebten Tech-Talk versanken.

Beim nächsten Set gab es nur eine vage Idee. Es sollte in der Küche stattfinden und nun deutlich gestylter daherkommen.

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Die neue Mischlichtsituation erfordert hier schon höhere Iso-Werte, die Kontraste steigen und auch die Farben dürfen in der Bearbeitung kraftvoller daher kommen. Das entstehende Rauschen stört mich persönlich nicht, erinnert es doch an die Körnigkeit eines hochempfindlichen Analogfilms.

Das Fazit an diesem Tag: Wir hatten alle viel Spaß, es entstanden unzählige Aufnahmen in angenehmer Umgebung und die mobile Blitzanlage wurde überhaupt nicht benötigt. Ich freue mich schon auf das nächste Shooting.

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