Das Bistum Münster hatte eine wundervolle Idee und sprach über einen Wettbewerb eine große Gruppe an interessierten Designerinnen und Designern an, ein ganz besonderes Evangeliar zu gestalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wurde bei einem offiziellen Termin mit allen anderen Arbeiten der Öffentlichkeit vorgestellt. Und weil der olympische Gedanke zählt, sind wir auch nur ein klein wenig traurig, das diesmal ein anderes Team die Nase vorne hatte.

Idee und die Zahl 4

Der Entwurf symbolisiert einen zeit- und weltumspannenden christlichen Glauben – von den ursprünglich handschriftlichen Formen der Überlieferung, über den Druck mit beweglichen Lettern bis heute, zum digitalen Zeitalter. Er feiert die Tradition, das historische Erbe und öffnet sich gleichzeitig einem neuen, lebendigen Blick auf das Wort Gottes. Seine Offenbarung wird durch die, in der christlichen Zahlenmystik das Weltumspannende kennzeichnende, Zahl 4 gekennzeichnet, die sich auch in den 4 Evangelisten wiederspiegelt. So ist sie die Einheit der diesem Entwurf zugrunde liegenden Proportionen und Symbolik. Die Höhe des Evangeliars beträgt im geschlossenen Format 44=256 mm; die Breite beträgt 44×4=176 mm was zu einem ausgewogenen Seitenverhältnis von 1:1,454 führt. Auch zeigt sich die Zahl 4 in dem immer wiederkehrenden Alinea des Kreuzes. Der Buchsatzspiegel wurde nach dem Villardschen Teilungskanon konstruiert und im Sinne der Lesbarkeit auf Vielfache von 4 (32:32:44:64) angepasst.

 

Gestaltung des Einbandes und Bistumsbezug

Die Gestaltung des Einbandes greift das Motiv des Kirchenportals auf, welches zum einen Eingang und Einladung zur materiellen (weltlichen) Struktur der Sakaralbauten darstellt zum anderen Eintritt in eine transzendentale Dimension der Religion und des Glaubens verheißt. So versteht sich der Einband als spirituelles Tor zum heiligen Wort. Feierlich und würdevoll. Prachtvoll und erhaben. In seiner graphischen Architektur findet er Anklang an christlichen und liturgischen Motiven und repräsentiert durch typographische Elemente insbesondere das Bistum Münster: die liturgischen Eigenfeiern des Bistums sind in das graphische Gewände des Evangelienportals gemeißelt; die Namenstage des Heiligen Liudger, Gründer und erster Bischof des Bistum Münsters, sowie des Heiligen Apostels Paulus, Patron des Bistum Münsters, werden auf der Rückseite in der graphischen Entsprechung des Tympanons besonders hervorgehoben. Desweiteren findet sich in der Sockelzone das Gründungsdatum des Bistums sowie das Epigramm des Münsterischen Humanisten Rudolph von Langen, welches das Portal des St. Paulus Doms ziert.  Ein weiterer typographischer Bezug zum Bistum findet sich im Fries der Vorderseite. Dort ziert in einer hebräischen Inschrift, die dem Saum des Kleides der Marienstatue im St. Paulus Dom entnommen ist, gestiftet von Ferdinand Benedikt Freiherr von Galen im Jahr 1723, eine Analogie des Psalms 103,1 („Preise meine Seele, den Herrn und all mein Inneres seinen heiligen Namen“).

 

Gestaltung des Einbandes und Bistumsbezug

Die Gestaltung des Einbandes greift das Motiv des Kirchenportals auf, welches zum einen Eingang und Einladung zur materiellen (weltlichen) Struktur der Sakaralbauten darstellt zum anderen Eintritt in eine transzendentale Dimension der Religion und des Glaubens verheißt. So versteht sich der Einband als spirituelles Tor zum heiligen Wort. Feierlich und würdevoll. Prachtvoll und erhaben. In seiner graphischen Architektur findet er Anklang an christlichen und liturgischen Motiven und repräsentiert durch typographische Elemente insbesondere das Bistum Münster: die liturgischen Eigenfeiern des Bistums sind in das graphische Gewände des Evangelienportals gemeißelt; die Namenstage des Heiligen Liudger, Gründer und erster Bischof des Bistum Münsters, sowie des Heiligen Apostels Paulus, Patron des Bistum Münsters, werden auf der Rückseite in der graphischen Entsprechung des Tympanons besonders hervorgehoben. Desweiteren findet sich in der Sockelzone das Gründungsdatum des Bistums sowie das Epigramm des Münsterischen Humanisten Rudolph von Langen, welches das Portal des St. Paulus Doms ziert.  Ein weiterer typographischer Bezug zum Bistum findet sich im Fries der Vorderseite. Dort ziert in einer hebräischen Inschrift, die dem Saum des Kleides der Marienstatue im St. Paulus Dom entnommen ist, gestiftet von Ferdinand Benedikt Freiherr von Galen im Jahr 1723, eine Analogie des Psalms 103,1 („Preise meine Seele, den Herrn und all mein Inneres seinen heiligen Namen“).

 

Größe 176 mm x256 mm
Cover Schwarz auf Goldpapier gedruckt und Tiefgepägt. Goldschnitt der Seiten.
Papier Munken Pure (der cremefarbene Weißton verleiht dem Schriftbild einen edlen,exklusiven Charakter ähnelt in seiner Haptik Büttenpapier)
Schrift  Adobe Jenson , Nylon , Draylon