medlay durfte das neue Cover für den aktuellen Band der querbeet-Reihe von Walter Gödden zur westfälischen Literatur gestalten. Der Band enthält 68 neue Essays, Szenen und Notizen aus der westfälischen Literaturszene, die Walter Gödden aus persönlichem Blickwinkel und mit besonderem Augenmerk für Peripheres, Sonderliches und Verblüffendes zusammengestellt hat. Der Lesende wird dazu ermuntert sich selber auf literarische Enteckungsreise zu begeben. Dieses Thema der Spurensuche, des Unkonkreten, des Ungenauen und doch Präszisem ist auch Grundlage der Covergestaltung.

Wir haben die inhaltliche Bedeutung des Wortes querbeet wörtlich genommen, indem wir die statische Letternarchitktur einer geometrischen Grotesk dekonstruiert und wieder neu zusammengesetzt haben. Somit haben wir uns von der reinen typografischen Form gelöst und eine Letterngrafik geschaffen, die Ober-, Mittel- und Unterlängen, Punzen, Fleischanteile sowie An- und Abstriche der Glyphen querbeet miteinander verbindet. Um die Subjetkivität und Ungenauigkeit zu unterstreichen, ist der Untertitel des Bandes 68 neue essays, szenen & notizen zur westfälischen Literatur handschriftliche gesetzt.

Als Kontrapunkt zur typografischen Dekonstruktion und Neukonstruktion der Schrift, als Gegenpol zum Unkonkreten, haben wir als Titelschrift die 1470 von Nicolas Jenson entworfene Jenson-Antiqua gewählt, die 1996 von Robert Slimbach für Adobe überarbeitet worden ist – eine der Schriften, die den Grundstein zu den heutigen Druck- und Leseschriften gelegt haben und die häufig als eine der schönsten, perfektesten und präzisesten Antiqua-Schriften römischen Vorbildes geehrt wird.

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